<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0' version='2.0'><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-5096197</atom:id><lastBuildDate>Sun, 13 May 2012 13:31:38 +0000</lastBuildDate><category>CallaBike</category><category>Deutsche Bahn</category><category>Freiheit</category><category>Call a Bike</category><category>Politik</category><category>I88</category><category>Buenos Aires</category><category>Hunde</category><category>München</category><category>Reise</category><category>Englischer Garten</category><category>Laufen</category><category>CNL 1246</category><category>Kunst</category><category>Fest</category><category>Rio de Janeiro</category><category>Sri Lanka 2008</category><title>Peter Heilraths Blog</title><description></description><link>http://www.blog.heilrath.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>75</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-483882818632278559</guid><pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:46:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-21T14:46:31.532+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Deutsche Bahn</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>CNL 1246</category><title>Saftladen - Nachtrag</title><description>&lt;br /&gt;Eine alberne Fortsetzung hat mein unerquickliches Nachtreisezuerlebnis gefunden. Ich war nach der durchfrorenen Nacht freilich der Meinung, daß der Bahn nicht mehr als der reine Transportpreis, also das Entgelt für einen Sitzplatz 2.Klasse zustünde. Den darüber hinausgehenden Betrag will ich nun zurück haben und habe das der Bahn auch so mitgeteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Ansprechpartner habe ich mir unter anderem zwei Pressesprecher der Bahn ausgesucht, Herrn Jürgen Kornmann und Herrn Oliver Schumacher. Der Erste ist der Leiter der Kommunikation Fernverkehr und der zweite der Leiter der Kommunikation Konzern. Wenn es um das Scheitern eines Nachtzuges geht, könnten die beiden also gute Ansprechpartner sein. Bei anderen Konzernen habe ich die Erfahrung gemacht, daß Presseabteilungen am ehesten noch das Fehlverhalten ihrer Firmen ein wenig peinlich ist und sie schlechte Eindrücke korrigieren möchten. Bei Herrn Jürgen Kornmann und Herrn Oliver Schumacher ist das scheinbar eher nicht so. Wobei man ihnen zugute halten muss, daß sie nicht falsches gesagt haben. Sie haben einfach mal gar nichts gesagt. So kommuniziert man bei der Bahn. Chance vertan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geantwortet hat auf mein Anliegen eine Mitarbeiterin der Nachtzug Kundenbetreuung nach zwei Wochen harter Recherche, in denen sie aber offensichtlich gar nicht recherchiert hat. Das Antwortschreiben stellt reine Vermutungen auf, widerspricht dem harten Urteil des eigenen Zugbegleiters und man legt mir einen Bahngutschein über ein Viertel des Fahrpreises bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu sei erwähnt, daß die Bahn korrekterweise bei Verspätungen über zwei Stunden 50% des Fahrpreises erstattet. Bei einem Komplettausfall der Heizung während einer kompletten Nacht sollen es nun nur 25% sein? Das widerspricht nicht nur jedem Gerechtigkeitsempfinden, sondern wohl auch dem Gedanken der Fahrgastrechteregelung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lustig am Rande: Ich habe vor Jahren mal eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, die ich schon längst wieder kündigen wollte, weil ich quasi überhaupt nicht klagewütig bin. Ich denke, ich schiebe die Kündigung noch etwas auf.&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-483882818632278559?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2012/02/saftladen-nachtrag.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-90435451238255161</guid><pubDate>Mon, 30 Jan 2012 19:19:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-31T09:07:23.522+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Deutsche Bahn</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>CNL 1246</category><title>Saftladen</title><description>&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Neulich bin ich mal wieder Bahn gefahren. Ich fahre gerne Bahn. Entspannter kann man kaum reisen. Ganz zu schweigen von dem CO²-Footprint der meinem verlotterten Karma ordentlich gut tut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nun gedachte ich der schon gewohnten Entspanntheit eine Krone aufzusetzen und richtigen echten Schlaf mit Bett und Bettdecke zu addieren. Das erste Mal Schlafwagen. Der CNL 1246 von München nach Berlin. Start um 21:50, ankommen um kurz vor neun. Viel Zeit zum Lesen, Rumhängen und Schlafen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Bahn bewirbt ihre Citynightline auf ihrer Website mit hübschen Hotelfotos und den klassischen Superlativen. Und ich freue mich wie ein kleines Kind auf diese Nacht. Angst vorm Schunkeln oder den dauernden Nebengeräuschen habe ich nicht. Im Gegenteil, leichter Hintergrund läßt mich meist eher wohliger schlummern als völlige Stille.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;An was ich nicht dachte: Die Außentemperaturen waren in den letzten Nächten in die Minusbereiche gerutscht. Und es ist halt, naja, die Bahn.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich steige in den Wagon Nr. 18 mit der Seriennummer 6185 76-94 310-3 ein. Hergestellt wurde der Wagen von verschiedenen Firmen: Schindler Waggon, SGP, Talbot und einem Konsortium Waggonausrüstung Hotelzug. Hätte ich vorher ein bißchen gegoogelt, hätte mich vermutlich stutzig gemacht, daß es die besagten Firmen entweder nicht mehr gibt oder daß sie in entkernter Form mittlerweile etwas völlig anderes machen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Bett liegt ziemlich nah am Eingang, ich steige eine kleine Treppe nach oben und bin erst mal ziemlich baff. Ich kann mich bequem ausbreiten, in der Kabine hätten auch vier Betten Platz gefunden. Zugegeben, ich hatte mir – wennschondennschon – die Version mit Einzelbett, eigener Dusche und WC ausgesucht. Vor dem Gedanken nachts im Schlafanzug auf eine Gemeinschaftstoilette zu stolpern, hatte ich dann doch Angst. Im Nachherein scheinen DIESE Bedenken fast albern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Aber es gilt noch Lob zu hudeln: Das Bett ist frisch gemacht und sauber. Auf dem Tisch stehen Orangensaft und Wasser. Der Schaffner hatte mir gar noch eine kleine Flasche Rotwein (Käfer, Schraubverschluß, ohne Herkunftsort) gestiftet, die Fenster bieten zur Seite und nach oben echtes Panorama.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nur wenn man genauer hinschaut merkt man ein paar Dinge die einen irritieren könnten: Der Kunststoff im Bad hat auf der Toilette und in der Dusche so einige echt häßliche Flecken, es sieht ein wenig nach rostigem Wasser aus, das sich da festgesetzt hat. Auch der Duschkopf möchte dringend ausgewechselt werden – aber der Vorgriff auf die Recherche der Firmengeschichte läßt einen ahnen, daß es Ersatzteile für diesen Waggon möglicherweise gar nicht mehr gibt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Trotzdem, ich fühle mich richtig wohl, die etwas ältliche Einrichtung verströmt einen leichten Steampunk-Charme. Ich lese noch etwas, trinke den Rotwein und schlafe gegen elf Uhr ein, sanft geschaukelt und angebrummt von der Lüftung der Klimaanlage. Wundervoll.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;0:20 ist die Nacht zu Ende. Erst denke ich, daß mein Wecker schon klingelt, aber das rhythmische Hupen ist ein Rauchalarm. Irgendein hirnverbranntes Arschloch hat in seinem Abteil geraucht und der Hersteller des Wagens fand es sinnvoll im Falle des Falles gleich alle Mitfahrer zu informieren. Man lernt nun seine Mitreisenden im Schlafanzug auf dem Gang kennen. Der Schaffner hantiert kurz mit Schaltern und es herrscht wieder Ruhe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Aber ob es nur zufällig zusammen fällt oder doch irgendwie mit dem hantieren am Alarm zu tun hat – plötzlich fällt mir auf, daß die Lüftung nicht mehr geht. Sie hat bisher die warme Luft der Klimaanlage ins Abteil geblasen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich vertraue selig auf die Automatik des Systems und versuche wieder einzuschlafen. Aber es funktioniert nicht mehr, es wird immer kälter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Als sich um eins noch immer kein Lüftchen rührt, beginne ich meinen Zugbegleiter zu suchen. Offenbar hat er sich in irgendein Abteil zurück gezogen, aber welches? Ich gehe mehrere Waggons in die eine wie in die andere Richtung ohne jemanden zu finden. Ärgerlich. Nun denn, Züge lassen sich anrufen, das wird auch hier gelingen. Ich fange an zu telefonieren, werde mehrmals wegen der schlechten Verbindungen unterbrochen, bin öfter der Buchbinder Wanninger, aber gegen zwei erreiche ich jemandem in Berlin der mir verspricht sofort den Zugführer zu informieren. Und tatsächlich, zehn Minuten später stürmt ein älterer Herr in meinen Waggon und klopft meinen Zugbegleiter aus seiner Kabine. Ist die Rettung nah? Wird’s jetzt wieder warm?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nein, es wird nicht mehr warm werden. Der Zugbegleiter informiert mich, daß die Klimaanlage auf Hochtouren laufe, die Zirkulation der Luft aber immer mal wieder ausfalle, wenn die Lok nicht genügend Strom liefern würde. Ich könnte in einen Liegewagen umziehen (dankeschön…) oder auf den Lokwechsel um 5 Uhr hoffen. Jedenfalls sei das mehr oder weniger normal und Massenerkältungen bei kühlem Wetter die Regel. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Großes Kino.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nun, ich richte mir meinen Polarschlafplatz so gut es geht ein. Ich habe mich wieder komplett angezogen, ins Bett gelegt und noch meine Northfacejacke als zweite Decke drüber getan. Das geht so halbwegs. Aber an meinen Ohren und meiner Nase ist es verdammt kalt, an echten Schlaf ist nicht zu denken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich döse frierend bis 5 Uhr und merke das Rumpeln des Lokwechsels bei Hildesheim. Und tatsächlich, plötzlich geht die Lüftung wieder an und warme Luft strömt in mein Abteil. Mehr Strom? Oder hat der Zugbegleiter doch noch den richtigen Schalter gefunden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Um sieben wollte ich mich wecken lassen und jetzt hatte ich noch zwei Stunden Schlaf vor mir, ich wußte, mein Aufwachen würde grausam werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und das wurde es. Das Frühstück war auch kein Trost. Billige Massenware. Jedes Lufthansa-Economy Frühstück ist ein Festmahl dagegen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Bilanz: Das Ganze macht nicht nur ärgerlich, sondern auch nachdenklich. Die Bahn macht hier bei einem Premiumangebot alles falsch. Sie nutzt Hardware, die längst ausgetauscht hätte werden müssen, statt dessen investiert man in Halbstundengewinne auf Strecken auf denen dann die Klimaanlage bei Hochtemperaturen ausfällt. Gleichzeitig werden Kosten im Kundenkontakt so weit reduziert, daß das Geldausgeben bei der Bahn immer mühsamer wird. Das S-Bahn-Drama in Berlin war nur die Spitze einer bestimmten Art diesen Betrieb zu führen. Ich weiß nicht, ob es an der Regentschaft des Shareholder-Value liegt oder gar umgekehrt am hohen Staatsanteil der die Bahn de facto immer noch einen Staatsbetrieb seinläßt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Vermutlich ist es aber doch einfach nur Dummheit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Beim Aussteigen fragt mich der Zugbegleiter übrigens in freundlicher Routine, ob er mich auf dem Rückweg nach München wieder sehen wird. Ich habe ihn nur völlig fassungslos angesehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-90435451238255161?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2012/01/saftladen.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-1269692014349070054</guid><pubDate>Sun, 18 Apr 2010 20:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.470+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 6</title><description>Noch ein Rionachtrag. Am letzten Tag habe ich doch noch mein Traumviertel gefunden. Dummerweise habe ich den Namen schon wieder vergessen. Santa Irgendwas. Liegt auf einem Hügel oberhalb des Zentrums und ist am bequemsten mit einer Art Straßenbahn zu erreichen und zu entdecken. Auf die kann man auch während der Fahrt auf und wieder abspringen. Idylisch! Und "meinen" Platz habe ich dort auch entdeckt: Eine Cafe/Bar/Restaurant in einem von Bäumen eingesäumten Haus im Kolonialhaus-Stil (glaube ich jedenfalls) - von jungen Leuten betrieben, mehrere Terassenebenen, gemütlich und Brownies zum Darniederknien. Irgendwo habe ich auch noch die Visitenkarte falls es jemand genau wissen will. Rio, tschüß! Ich habe etwas gebraucht um mit Dir warm zu werden, aber ich denke, jetzt sind wir Freunde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-1269692014349070054?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-6.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-3707627674653187809</guid><pubDate>Thu, 15 Apr 2010 17:54:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.471+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 5</title><description>Noch eine neue Welt. Tapetenwechsel dürfte hier ein Euphemismus sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über zwei Freunde (Danke Frank, danke Max!) kam ich in Kontakt mit Frigo, einem Schweizer Graffitikünstler, der schon seit vielen Jahren in Rio lebt und jede noch so düstere Ecke der Stadt wie seine Westentasche zu kennen scheint. Immer wieder sprühte er auch in diversen Favelas und vergangene Nacht habe ich ihn auf eine Tour begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist gegen elf Uhr Abends. Ziel ist die Favela Jacaré im Nord-Westen der Stadt. Wir starten mit einer halsbrecherischen Busfahrt und steigen im Nirgendwo aus. Noch sind wir nur zu zweit, wir sollen den Rest des Trupps vor Ort treffen. Von der Straße führt eine Art Toreinfahrt in etwas Siedlungsartiges. Dreck liegt auf dem Weg, wir passieren Süchtige und Drogenhändler im Dutzend. Ich lerne die erste Regel: Gehe zügig ohne groß nach links und rechts zu sehen; als würdest du das hier zum hundersten Mal machen. Ok, ich versuchs...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Favela ist weit weg davon "befriedet" zu sein, wie es die meisten Favelas im direkten Umfeld von Ipanema und der Copacobana sind. Die Polizei wagt sich hier nur schwer bewaffnet und - wie berichtet wird - reichlich wütig um sich schießend hinein. Kürzlich wurden wieder sechs Bewohner erschossen. Das Sicherheitsempfinden meiner Begleiter wirkt denn auch auf den ersten Blick wie verkehrte Welt: Weil hier keine Polizei Ihr brutales und korruptes Unwesen treiben kann, fühlt man sich relativ sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind immer noch zu zweit und sind am ersten Treffpunkt angekommen. Ein kleiner Platz in völliger Dunkelheit wie viele Teile der Favela. Teilweise scheinen die Lampen kaputt zu sein, teils wirkt es aber auch wie Methode. Wir warten und ich strenge mich an meine Anspannung zu kontrollieren und nicht feindlich zu wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Frigos Freunde kommen, entspannt sich die Szenerie. Plötzlich werden Hände im Umfeld geschüttelt, man kennt viele der Bewohner hier. Die Sprayer werden als legitime Besucher begrüßt. Als ich ein Foto eines Trupps von Motorrad-Taxifahrern machen möchte, reagiert man begeistert - aber missverständlich. Plötzlich stehen die Motorräder alleine da. Fotografieren, das ist die nächste Regel die ich lerne, gerne, aber keine Gesichter oder Personen. Meine Bilder werden reine Architekturstudien werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gabeln noch einen Favelabewohner auf. Ein Freund und eine kleine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Jetzt ist die Mannschaft komplett und man macht sich auf die Suche nach einer geeigneten Wand. Kaum gefunden wird gesprüht und gemalt. Ich fotografiere die Graffitis und Malereien und gelegentlich heimlich in andere Richtungen - und werde prompt zurück gepfiffen. Zu gefährlich. Nicht provozieren ist die Devise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da stellt sich bei mir auch urplötzlich der nötige Respekt ein: Auf einem Motorrad tauchen zwei Aufpasser auf, wie wir sie noch oft sehen werden. Vorne der Fahrer und hinten der Sozius, bewaffnet mit einem modernen Sturmgewehr westlicher Bauart. Beide um die zwanzig. Freundlich, aber sich der Macht ihrer Bewaffnung wohl bewusst. Die gute alte AK-47 scheint ausgedient zu haben. Interessant: ich fürchte mich nicht und habe auch keinen Grund dazu. Natürlich werden diese Aufpasser irgendeinem Gangsterboss unterstehen, aber sie sind nicht betrunken oder bekifft, sondern ziemlich abgeklärt bei der Arbeit. Und unsere Interessen kollidieren einfach nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man toleriert uns und mit längerer Präsenz scheinen das einzig wirklich Gefährliche völlig wahnsinnige (diesmal unbewaffnete) Motorradfahrer zu sein, die mit oder ohne Mädchen auf dem Rücksitz hupend, schlingernd und ohne Licht die engen Straßen hinab und hinauf rasen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich ein Schuss. Wir blicken den begleitenden Bewohner an, der zuckt nur grinsend mit den Schultern. Analog zur Schwalbe die keinen Sommer macht, ist ein einzelner Schuss auch noch keine Gefahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fakt: Solange keine Polizei auftaucht und wir zwischen die Fronten geraten kann uns kaum etwas passieren. Denke ich und sage ich. Klar, meint Frigo im langezogenen Schweizer Slang, aber irgendwas kann immer passieren. Einfach ruhig bleiben rät er. Na gut.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nach getaner Arbeit machen wir uns auf die Suche nach einem Imbissstand. Den finden wir mitten im Gewirr der Gäßchen. Die Kamera habe ich auf dem Weg auf Anraten weg gepackt, auch um den zahlreichen "Händlern" keinen Anlass für Ärger zu geben. Es gibt Cola und Hamburger. Wir sitzen auf einem verstaubten Betonvorsprung und es schmeckt verdammt gut. Nochmal schauen ein paar bewaffnete Jungs vorbei, beachten uns aber kaum noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzige abschließende Sorge: Beim Verlassen der Favela der Polizei nicht über den Weg laufen. Denn für heute Nacht sind wir einfach auf der falschen Seite. Der falschen? Na jedenfalls der anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich im drei Uhr nachts mit dem Bus in Ipanema ankomme, nehme ich für den kurzen Weg zu meinem Apartment ein Taxi. Die Gefahr hier auf den verlassenen Straßen überfallen zu werden, scheint jetzt deutlich größer als zwischen Maschinenpistolen und Dealern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-3707627674653187809?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-5.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2341336007436453206</guid><pubDate>Wed, 14 Apr 2010 18:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.473+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 4</title><description>Stadtteilwechsel. Von Ipanema und der Copacabana ins Zentrum. Und wieder eine neue Welt. Geschäftswelt total. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und erneut spiegelt sich Downtown New York. Wolkenkratzer und hastende Massen prägen das Bild. Statt hotdogs werden Maiskolben angeboten. Der große Unterschied zu New York: eine noch größere Nähe von Armut und Mittelstand; der allpräsente Versuch noch ein wenigstens kleines Stück vom Kuchen abzubekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann zwischen den Wolkenkratzern wie Aliens uralte Gebäude, die noch von der portugiesischen Herrschaft zeugen. Ich sitze im Hof eines toskanisch anmutenden Schlosses, des damaligen Herrschaftsitzes und versuche mir Geschichten von damals vor Augen zu führen: Der vor Napoleon nach Rio flüchtende portugiesische Kronprinz (im Schlepptau ein Hofstaat von 15.000 Personen! - kann das stimmen?!) weigerte sich nach Waterloo schlicht wieder zurück zu kehren. Als seine Mutter dann starb, er König wurde und der Druck in Lisabon zu regieren sicher noch größer wurde, drehte er die Regeln kurzerhand um und erklärte Rio zur Hauptstadt des Vereinigten portugiesischen Königsreichs. Wundervoll! Unter Führung seines Sohnes und gegenüber dem dann schon schwachen Portugal ging Brasilien dann später in die Unabhängigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss aufhören. Ich höre Hufgetrappel und das Knirschen von Eisenreifen auf dem steinernen Pflaster...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2341336007436453206?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-4.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-8357718425078113801</guid><pubDate>Tue, 13 Apr 2010 20:53:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.474+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 3</title><description>M&amp;Ms mit weißer Schokolade!!! I will stay in Rio!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-8357718425078113801?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-3.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-762500798827175310</guid><pubDate>Tue, 13 Apr 2010 20:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.475+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 2</title><description>Der Strand von Ipanema! Legende!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es ist ein Strand! Ein Strand! Ein Strand! Meer, Sand, Menschen. That's basically it. Schon mal gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wer Träume hat, kann sie freilich ganz wunderbar hierher mitbringen. Und als ich durch den nassen Sand an der Grenze zum Wasser laufe, erwische ich mich selber ein paar mal beim Summen. "...oh, but I watch her so sadly, how can I tell her I love her?..."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-762500798827175310?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-2.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2767459996833033304</guid><pubDate>Tue, 13 Apr 2010 19:16:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:07.477+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rio de Janeiro</category><title>Rio 1</title><description>Ich habe Buenos Aires verlassen und bin nach Rio gesprungen. Mehr Armut, mehr Romantik; das Schema funktioniert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flughafen hat die strukturelle Kapazität von Hof oder Graz. Das Gefühl einer Großstadt stellt sich hier noch nicht ein. Aber spätestens in den monumentalen Staus auf dem Weg in die Stadt. Kinder und Jugendliche von nahegelegenen Favelas springen halsbrecherisch zwischen dem Stop und Go Verkehr hin und her und versuchen Kekse zu verkaufen. Es scheint keinem zu gelingen. Eine Freundin die mich vom Flughafen abgeholt hat, amüsiert sich über mein Mitleid. "Future Criminals" Dabei hat sie sich selber gerade noch über die verfehlte Armutspolitik der Stadtregierung aufgeregt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt: Riesig! Hügelig! Grün! Tropisch! Und irgendwie kommt mir die Energie, das Ungestüme, diese Hitze Lateinamerikas hier noch unmittelbarer , kräftiger und unkontrollierbarer vor als in Buenos Aires. Vielleicht will ich das aber auch nur gerade so spüren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2767459996833033304?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/rio-1.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2296855926882644892</guid><pubDate>Sun, 11 Apr 2010 03:54:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.918+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 6</title><description>Die Reaktion auf Räuber sind überwältigend. Heute war die zweite Vorstellung, 800 Zuschauer, riesige Begeisterung für den Film und eine lange spannende Q&amp;amp;A-Runde. Und ich durfte mich über die vielfältige Interpretierbarkeit bildender Kunst auslassen. Herrlich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2296855926882644892?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-6.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-7734730903037901609</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2010 21:34:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.919+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 5</title><description>Fur heute Abend hat mich eine Elektro-Pop Sängerin, die ich am ersten Abend in Buenos Aires kennen gelernt habe, zu einem ihrer Konzerte eingeladen. Das startet um 3 Uhr. Nachts. Harte Sitten. Es ist eine Gay-Party und ich habe wohl etwas gelogen, als ich behauptet habe, dass mir das gar keine Angst macht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-7734730903037901609?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-5.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2902066320771452614</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2010 21:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.921+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 4</title><description>Ich bin lange gewandert, von Downtown durch San Telmo nach La Boca, dem alten Hafenviertel. Dort bin ich kreuz und quer durchs Viertel gelaufen. Die bittere Wahrheit: Armut wirkt von Aussen einfach wildromantisch. Heruntergekommene Fabrikgebäude, streunende Hunde, schmutzige Kinder, die Wohnzimmer vor der Haustür. Das Strassenbild erinnert an verlassene amerikanische Vorstädte, breite staubige Pisten, blockweise kein Mensch zu sehen, dann wieder ein sinnlos grosser Supermarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer versteckten Kellerbäckerei/-metzgerei, über die ich zufällig stolpere, bestelle ich eine Blätterteigtasche mit Hackfleischfüllung - ehrlich gesagt nur, weil sie oben auf liegt und den Fingerzeig einfach macht. Zwischen Bauarbeitern schlinge ich den besten Snack herunter, den ich seit Tagen gegessen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Mal muss ich meine Beine unter die Arme nehmen, weil herumlungernde Typen entweder mein Fotografieren oder meine Anwesenheit überhaupt störend finden. Aber wie es in Gegenden, in denen die Stimmung nach jedem Strassenzug wecheln kann, so ist, es gilt auch umgekehrt: man muss meist nicht lange spurten um auch wieder einen Polizeiwagen in seiner Nähe zu wissen. Dies immer verbunden mit der Hoffnung, dass die Polizei ihren Sold gerade nicht als viel zu gering empfindet...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2902066320771452614?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-4.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-4916448810942207878</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2010 21:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.922+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 3</title><description>Um kurz dem Eindruck entgegen zu wirken, ich würde das Festival links liegen lassen: Mitnichten. Ein Filmfestival hat nur naturgemäß nicht so viele erzählenswerte Erfahrungen parat wie das echte Leben. Und letztlich ist es eben auch schlicht Arbeit. Dafür ist es aber eine großartige Grundlage. Vielfältige Gelegenheiten den neuen argentinischen Film kennen zu lernen und insbesondere ein Coproduktionsmarkt, der Kontakte für zukünftige Cooperationen anbietet. Spannende Wege ergeben sich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-4916448810942207878?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-3.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-4605154819974800838</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2010 02:43:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.927+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 2</title><description>Buenos Aires ist groß! Sehr sehr groß! Schon beim Anflug liegt die Stadt ewig lang unter uns und scheint überhaupt kein Ende zu nehmen. Ein Erlebnis, daß so wohl nur von Städten wie Sao Paulo oder Mexiko City übertroffen werden dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das macht es schwierig die Stadt zu begehen, mehr als Schlaglichter auf bestimmte Viertel zu werfen. Der erste prägende Eindruck: Ein europäisches New York, genauer, ein spanisches Manhatten, durchdrungend aber von der Finanznot der zweiten Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschäftigtkeit, Quirligkeit, ein Stampfen des Herzens der Stadt ist auf den großen Straßen und dazwischen zu spüren. Und als ich mich zu Fuß Richtung Hafen aufmache, habe ich Downtown wieder ein Deja Vu, als würde ich im Financial District von New York ankommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gerüche stammen wieder eher aus südeuropäischen Großstädten - für einen Italiener, den ich im Flieger kennen gelernt hatte, der für die schwäbische Firma Kärcher das Südamerikageschäft betreut, war das am Flughafen auch das echte Ankommen: "Now smell Southamerica", sagte er. Was man da riecht ist einfach nur eigen, eine Mischung aus hiesig verwendeten Materialen, etwas Müll, Schweiß, Parfüm. Ich werde es jedenfalls wieder erkennen. Und mögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den dicht besiedelten zentralen Bezirken ist eine beeindruckende Geschäftigkeit zu erleben. Jede Nische wird genutzt noch einen kleinen Laden aufzumachen und der Grill neben dem Friseurstuhl nichts besonderes. Imbissbudenbesitzer haben ihre helle Freude an mir, weil ich bestellen muss ohne zu wissen, was ich gleich essen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt ein paar düstere und kritische Viertel in Buenos Aires. Und ich konnte sie auf meinen Streifzügen mit der Kamera nicht umgehen. Denn immer wieder sagte irgendein Polizist das gefährliche Zauberwort zu mir: "Don't go there!". Und dann, klar: verdammte Neugier.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-4605154819974800838?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-2.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2027925767042798159</guid><pubDate>Fri, 09 Apr 2010 20:21:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-05-20T01:43:40.928+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Reise</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Buenos Aires</category><title>Buenos Aires 1</title><description>Der erste Abend in Buenos Aires. Ich habe gerade die Eröffnungsveranstaltung des Festivals erlebt, brav langen Reden zugehört und eifrig geklatscht, wenn es angebracht schien. Verstanden habe ich freilich kein Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach liege ich Jetlag-geplagt im Hotelzimmer und zappe mich durchs Programm. Weil ich unter den ersten dreißig Kanälen partout keine mir geläufige Sprache entdecke, bleibe ich bei einem Kinderkanal hängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein blauer Elefant auf Rädern (oder ein Bus mit Mund und Augen, möglicherweise auch ein riesiger Staubsauer mit Gesicht) und ein Motorradschwein (also wirklich ein Schwein, das aber statt Beinen zwei Räder hat!) versuchen einen Straßenlooping zu durchfahren. Das gelingt erst nicht mangels Geschwindigkeit und man versucht sich an verschiedenen Lösungsideen. Das Schwein gibt sich aber so brutal weinerlich und hoffnungslos, das man irgendwann aufhört im noch Erfolg wünschen zu wollen. Ich merke, wie ich mir dauernd einen „Happy Tree Friends“ Fortgang wünsche, bei dem das Schweinchen irgendwo den Kopf verliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso laufen hier Kindersendungen eigentlich um zwei Uhr nachts?!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2027925767042798159?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2010/04/buenos-aires-1.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2059316029921836887</guid><pubDate>Sat, 19 Sep 2009 16:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-09-19T19:01:54.204+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>München</category><title>Sie sollten sich was schämen</title><description>&lt;div&gt;Ich habe mir heute den Tatort in Solln angesehen an dem Dominik Brunner getötet wurde. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und ich kann immer weniger verstehen, daß sich niemand der 20 Menschen in der Nähe in der Lage sah einzugreifen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sogar wenn man auf dem gegenüber liegenden Bahnsteig stand, hätte man relativ gefahrlos die Gleise überqueren können – dies sogar bei einem schon sichtbaren herannahenden Zug – da zwischen Gleis und Tatort-Bahnsteig ein fast gleisbreiter Sandstreifen liegt. Zusätzlich wirkt ein kleiner Betonvorsprung direkt neben dem Tatort wie eine Treppe um wieder auf den Bahnsteig steigen zu können.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich erlaube mir deswegen dieses Pauschalurteil: Die Menschen, die damals auf dem Bahnsteig standen, sollten sich in Grund und Boden schämen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2059316029921836887?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/09/sie-sollten-sich-was-schamen.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-4304799031131301520</guid><pubDate>Wed, 16 Sep 2009 21:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-09-16T23:41:34.030+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>München</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Freiheit</category><title>Dominik B., Feigheit und das Aufgeben von Bürgerrechten</title><description>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Eigentlich ist es interessant wie sich gerade zwei scheinbar verschiedene Trends aus der gleichen furchtbaren Quelle zu nähren scheinen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als Dominik B. an der eigenen Courage zu Tode kam, haben mal wieder viele weggeschaut. Aus Furcht oder weil sie dachten, daß es sie nichts angeht? Beides ist denkbar. Was fehlte, war der Wille ein Risiko einzugehen um andere und damit auch sich selber als Teil einer Zivilgesellschaft zu verteidigen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und wo gibt es genau dieses Schema noch einmal? Dort wo Bürgerrechte aufgegeben werden um vermeintlich die Sicherheit zu erhöhen, während in Wirklichkeit genau die zu schützenden Güter der Vernichtung anheimfallen. Es passiert schon in allen Lebensbereichen: Kontrolle des Internets, Videoüberwachung, Pässe mit RFID-Chips. Die Bürger beginnen Ihre Freiheitsrechte aufzugeben, weil sie Angst vor den Risiken der Freiheit und Ihren Feinden haben.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und das ist es was diese beiden Themen vereint: Nur wenn ich bereit bin Risiken auf mich zu nehmen, sei es als Allgemeinheit, wenn Terror unsere Ordnung gefährdet oder ganz persönlich, wenn einzelne bedroht werden, nur dann kann eine freie Gesellschaft funktionieren und frei bleiben.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-4304799031131301520?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/09/dominik-b-feigheit-und-das-aufgeben-von.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-4100335719621358773</guid><pubDate>Thu, 03 Sep 2009 12:18:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-09-17T00:10:16.680+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>München</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kunst</category><title>Odeion!!!</title><description>Hat schon mal jemand diesen kleinen blauen Kreidefleck entdeckt? Dort wo Twombly ein wenig fester aufgedrückt hat? Von der Mitte aus etwas rechts nach unten. Nein? Das dachte ich mir. Das Bild ist auch meins meins meins. Verdammt, wie kriege ich die Leute raus, die mir etwas davon weg gucken wollen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-4100335719621358773?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/09/odeion.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-965030121127734909</guid><pubDate>Fri, 28 Aug 2009 21:29:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-09-17T00:10:16.680+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>München</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kunst</category><title>Brandhorst und die bösen bösen Kopfhörer</title><description>Erster Stock, von der Treppe aus durch die Tür im Osten, dann gleich links an der Nordwand. Da hängt mein aktuelles Lieblingsbild von Cy Twombly. Alleine dafür war ich jetzt schon mindestens fünf mal im neuen Museum der Brandhorst Sammlung. Ich könnte in die filigranen Kritzeleien hinein kriechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt schlägt dieser Teil der Sammlung bei weitem den ganzen Rest. Deswegen macht die Trennung auch Sinn – auf der Etage finden sich nur Bilder von Twombly. Es wäre fatal gewesen andere Werke in Konkurrenz treten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Stock beheimatet auch die meditativsten Orte des Museums. Neben den großen Räumen findet sich in der Süd-West Ecke eine Art Lounge mit einem wunderbaren Panoramafenster. Das nächste Mal werde ich mein Notebook ins Museum schmuggeln und ein paar Stunden diesen Platz nicht verlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zwar auch um einer schrecklichen Entwicklung zu entkommen. Auch im Museum Brandhorst hat sich eine Seuche festgesetzt. Die Kopfhörerseuche. Ich hatte schon in einer Hasstirade zur Kandinsky Ausstellung des Lenbachhauses meine Antipathie gegenüber diesen wahrnehmungszerstörenden Teufelswerken kund getan. Ich wiederhole das hier gerne nochmal. Wer sich beim ersten Entdecken und Kennenlernen eines Kunstwerks nicht von den eigenen Emotionen leiten, sondern von Kunsthistorikergebrabbel berieseln lässt, wird das Werk nicht kennen lernen. Man zerstört seinen ganz persönlichen Zugang. Man läßt nicht zu, daß einen ein Bild berührt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nicht nur bitterschade, sondern die dümmste Erziehung zu Kunstverständnis. Natürlich ist es spannend sich anzuhören, was andere über ein Gemälde wissen, NACHDEM man es angesehen hat. Aber der erste Moment der Begegnung lässt sich nicht wiederholen und nicht was die Kunsttheorie sagt, sondern was sich im Bauch des Besuchers abspielt ist das wichtigste, wenn es um Wahrnehmung von Kunst geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst gehört erfühlt und nicht gelernt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-965030121127734909?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/08/brandhorst-und-die-bosen-bosen.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-2052779270766160751</guid><pubDate>Fri, 28 Aug 2009 21:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-09-17T00:09:32.373+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><title>Die FDP, die FDP</title><description>Wenn es noch etwas bedurft hatte, um die Steigbügelhalterfunktion der FDP in Bayern für die CSU zu beweisen, dann sind es die aktuellen Ereignisse um Quelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der von der FDP gestellte Wirtschaftsminister Martin Zeil noch verkündete, daß Quelle in Sachen staatlicher Unterstützung wie jedes andere bayerische Unternehmen behandelt werden würde, preschte Seehofer vollmundig in die andere Richtung und versprach das blaue an Unterstützung vom Himmel. Nicht nur das – Seehofer verkündete gar, er sei „täglich auch Wirtschaftsminister in Bayern“. Und Söder assistierte mit der Kunde, daß man im originären Wirtschaftsminister eben etwas überfordert sei und deswegen Kompetenzen zur Staatskanzlei gezogen werden müssten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Martin Zeil kamen ein paar rhetorisch nette Gegenworte, aber das wars dann auch schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das riecht mal wieder ein bißchen nach unbedingtem Machterhalt, gell. Lass uns mal in der Regierung bleiben. Daß wir da nichts zu sagen haben, werden wir schon überstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde das peinlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-2052779270766160751?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/08/die-fdp-die-fdp.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-246030945508315683</guid><pubDate>Wed, 19 Aug 2009 13:16:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-08-19T15:21:08.717+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Hunde</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Englischer Garten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Laufen</category><title>Wie ich mich zum Gespött aller Umstehenden und meiner Selbst gemacht habe</title><description>Kürzlich ist mir etwas sehr unangenehmes passiert. Ich habe mich aus einer moralisch einwandfreien Höhe heraus aus hinabgestürzt in die Tiefen des plumpen Idiotendaseins, dorthin wohin man zu Recht nur abschätzig ignoriert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das kam so:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich joggte an jenem Tag die Isar entlang, eine von mir und anderen oft belaufene Strecke zu einem Stauwehr nördlich der Tivolibrücke. Es war ein sonniger Tag und zahlreiche Spaziergänger waren auf dem gleichen Weg unterwegs. Einige auch mit Hunden. Einige auch mit unangeleinten Hunden. Einige auch mit unangeleinten Hunden, die sie schlicht nicht unter Kontrolle hatten. Rücksichtslose Menschen, die man täglich mit Hundescheisse bewerfen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so lief mir irgendwann der erste Hund hinterher. Von der Biologie zur Jagd getrieben, war ihm schwer etwas vorzuwerfen. Seinen Besitzer habe ich versucht besonders böse anzusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kam der nächste Hund. Bellend und knurrend, waren Spiel und Jagd nur schwer auseinander zu halten. Der Besitzer erntete noch bösere Blicke, ich glaube ich habe auch irgendwas Oberlehrerhaftes gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann lief der dritte Hund auf mich zu. Ich merkte da schon, daß es böse enden würde. Nicht weil der Hund so grandios gefährlich aussah, sondern weil mein Zorn sich aufgestaut hatte und nach Entladung suchte. Leider fand er sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hund spurtete also bellend auf mich zu. Schwanz wedeln war nicht wirklich erkennbar. Die Besitzer, Mann und Frau, ignorierten mein Leid und auf mein energisches Lautgeben ("Hey!"), lachte man mir zu und rief "Das macht er nur kurz und läuft dann weiter".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo nahm mein Zorn in dieser Sekunde die falsche Abzweigung. Ich hätte sie schelten können, die Satzung des Englischen Gartens mit Füßen zu treten oder ich hätte ihnen mit großen Worten ihr asoziales Ignorieren der Mitmenschen vorwerfen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich schrie: "Du dumme Sau!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hasste mich schon in dem Moment als ich es rief. Ich war als moralischer Sieger in das Gefecht gegangen und hatte den Sieg nicht nur verschenkt, sondern in hohem Bogen von mir geworfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich beim weiter Laufen nicht mehr umgedreht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-246030945508315683?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/08/umstehendwie-ich-mich-zum-gespott-aller.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-7176479988228511239</guid><pubDate>Tue, 18 Aug 2009 20:49:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-08-19T14:43:34.066+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Call a Bike</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Deutsche Bahn</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>CallaBike</category><title>Ich und die Staatsbetriebe</title><description>Ha, ich habe mal wieder um mich geschlagen! Fahrradstandortverwaltungsprobleme bei Call-a-Bike einer Tochter von XY einer Tochter von YX einer Tochter der Bahn die dem Bund gehört, haben mich so fuchsteufelswild gemacht, daß ich erzürnte Faxe an vermeintlich Verantwortliche verteilt habe. Ein Vorstandsmitlied der Deutschen Bahn AG war darunter und diverse Menschen auf unterschiedlichen Managementebenen der DB Mobility Was-Weiss-ich GmbH mussten dran glauben. Vermutlich hält man mich da jetzt für einen renitenten Rentner, der nichts zu tun hat. Die beunruhigende Frage ist freilich, wie ich wohl drauf bin, wenn ich wirklich mal Rentner bin...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-7176479988228511239?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/08/ich-und-die-staatsbetriebe.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-600729346952472186</guid><pubDate>Wed, 11 Mar 2009 15:06:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-03-11T16:22:04.223+01:00</atom:updated><title>Wieso mich Winnenden nicht so arg berührt</title><description>Jeden Tag sterben 26.000 Kinder unter 5 Jahren an Hunger oder vermeidbaren Krankheiten. Uns würde nicht auffallen wenn es am Tag mal 100 mehr oder weniger wären. Schon das muß man verdrängen um nicht wahnsinnig zu werden. Nun sind 16 Menschen im Sicherheitshort Deutschland durch einen Amokläufer getötet worden. Und weil die Sender ihre Kameras in die Gesichter der Betroffenen halten, ist uns das Leid ganz nah und spürbar. Aber hinter jedem der 26.000 toten Kinder stecken auch fürchterliche Schicksale mit leidenden und trauernden Angehörigen. Gnade uns Gott wir würden darüber genauso unmittelbar erfahren wie über diese 16 Toten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-600729346952472186?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/03/wieso-mich-winnenden-nicht-so-arg.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-8696682391863894028</guid><pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-02-13T13:36:05.290+01:00</atom:updated><title>Bitteres Sri Lanka</title><description>Vor wenigen Tagen wurde Lasantha Wickramatunga, der Chefredakteur der oppositionellen Zeitung Sunday Leader auf offener Straße in Colombo erschossen. Nun wurde ein Brief veröffentlicht den Wickramatunga für den Fall seiner Ermordung geschrieben hatte.&lt;br /&gt;Viele Zeitungen weltweit haben den Brief veröffentlicht. Hier ist er nachzulesen: &lt;a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/stevecoll/2009/01/letter-from-the.html"&gt;The New Yorker: Letter From The Grave&lt;/a&gt; Und er ist sehr sehr lesenswert. Sehr!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-8696682391863894028?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/02/bitteres-sri-lanka.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-4322581487180728013</guid><pubDate>Thu, 12 Feb 2009 10:48:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-02-12T11:54:08.249+01:00</atom:updated><title>Mediale Lebensberatung</title><description>Ich denke ich muß diese Googleanzeigen in meinem Blog ausschalten. Jetzt habe ich schon dreimal einen Link zu einer "Medialen Lebensberatung" dort gesehen. Liegt das daran, daß meine letzten Blogeinträge so grantig waren? Direkt darunter "Sterbebegleitung" und Angebote für "Frauen nach Totgeburt". Mir ist gerade schleierhaft wieso der Google-Adserver diese Anzeigen bei mir passend plaziert sieht. Kann Google tiefer in meine schwarze Seele sehen als ich selbst? Freud hilf!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-4322581487180728013?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/02/mediale-lebensberatung.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5096197.post-825458796995865777</guid><pubDate>Thu, 12 Feb 2009 10:22:00 +0000</pubDate><atom:updated>2009-02-12T11:33:37.021+01:00</atom:updated><title>Die Frau Stolzenberg von Dell - Nachtrag</title><description>Ein kleiner Nachtrag der Fairness halber:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hat mir von kundiger Seite glaubhaft versichert, daß die Faxnummer unter der ich glaubte Frau Stolzenberg zu erreichen jedenfalls nicht die ihre ist. Irgendwo landeten also meine Briefe aber eben nicht bei ihr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich, als ich meinen Bloglink an die richtige Stelle bei Dell emailte, pilzte die Hilfsbereitschaft plötzlich rasant hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch stimmt die Behauptung der Reduzierung von Personals wohl nicht. Im Gegenteil habe Dell die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland sogar aufstocken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem ist der überforderte Service ja spürbar. Die Frage ist woher das dann kommt? Ich glaube vor einigen Jahren ist der zum Teil ins Ausland (Indien?) outgesourcte Callcenterbereich wieder nach Deutschland geholt worden. Liegt des Rätsels Lösung vielleicht in irgendwelchen Umstrukturierungen? Ich werde das mal erforschen... :-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5096197-825458796995865777?l=www.blog.heilrath.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.blog.heilrath.com/2009/02/die-frau-stolzenberg-von-dell-nachtrag.html</link><author>noreply@blogger.com (Peter Heilrath)</author><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>
